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Tagesgeld als GeldanlageGeldanlageformen werden nicht regelmäßig neu durch die Anbieter kreiert. Zumeist sind es Nuancen und beson- dere Schwerpunkte, die innerhalb einer doch ähnlichen Produktpalette durch Banken, Sparkassen, Versicherun- gen oder andere Kapitalsammelstellen angeboten werden. Dies ist an kurzfristigen Geldanlageformen im Girobe- reich ebenso erkennbar wie bei Festgeldern, besonderen Sparformen, Sparbriefen, Wertpapieren oder Personen-Versicherungen. Tagesgeld als Geldanlage zählt ebenso wie Girokonto und Festgeld zum Terminus der kurzfristi- gen Geldanlageformen. Noch vor ca. zwei Jahrzehnten wurde das Tagesgeld als Konto in erster Linie von Firmen und Selbständigen zur vorübergehenden Anlage freier Gelder genutzt. Die hereingenommenen Gelder wurden von den Kreditinstituten in der Regel auch fristgerecht entweder bilanztechnisch kurzfristig weiterverliehen, oder aber Partnerbanken zur Verfügung gestellt. machte die Hereinnahme von Tagesgeldern von Kunden daher auch erst bei höheren Summen pro Konto, da die Verzinsung tendenziell extrem niedrig war und der eigene Aufwand der Kontoführung noch vergleichsweise hoch. Dies änderte sich schlagartig mit der Finanzkrise und der Entwick- lung im Bankensektor durch Fusionen bzw. EU-Harmonisierung von Eigenkapitalanforderungen. Kapitalsammelstel- len stellen kurzfristige Mittel nunmehr über Kapitaltransfers rund um den Globus zur Verfügung. Automatisierte Kontoführung und zunehmend attraktivere Verzinsung eröffneten den Kreditinstituten die Möglichkeit, Tagesgeld als Geldanlage auch von Privatpersonen und mit betraglich niedrigeren Einstiegssummen anzunehmen. Ein Produkt das sich quasi selbst erklärt und somit wenig Beratungsbedarf erfordert, wird seither natürlich auch verstärkt be- worben. Konditionen zum Tagesgeld als Geldanlage erhält der Kunde in allen Medien und am Bankschalter oder Prospektständer. Aus Sicht des Kunden ist das Tagesgeld als Geldanlage in vielen finanziellen Situationen ratsam bis lukrativ. Kurzfristige Anlage zur späteren Aufstockung, eine Wartefrist bis zur Konsumausgabe, die Erwartung kurzfristig steigender Anlagezinssätze im Sparbereich oder aber auch nur ein Abwarten in krisenhafter Zeit sind nur einige Gründe, kurzfristig verfügbares Geldkapital in Tagesgeld anzulegen. Der Tagesgeldkunde erhält zudem regelmäßig Offerten zu zinsgünstigeren Bankanlagen oder grundsätzliche Bankinformation. Auch aus Sicht der Bank bietet das Tagesgeld als Geldanlage diese Art einen Beratungsvorteil. Die Kundenbeziehung kann an Ver- trauen und Intensität gewinnen, wenn das Nutzen eines Tagesgeldkontos zur Routine im Geschäftsablauf ge- worden ist. Den Einstieg erleichtert Bankberater und Kunde auch die Tatsache, das über die eigenkapitalorien- tierte Haftung der Banken und vor allen Dingen die bankenrechtliche Aufsichtsbehörde BaFin die Sicherheit der Tagesgeldanlage gewährleistet ist. Lediglich bei nicht dem deutschen Recht unterliegenden Einlagen bzw. An- bietern und extrem hohen Anlagesummen ist Vorsicht geboten. |
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